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KiLa-Fortbildung in SHA am 07.10.2023

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Geschrieben von Heinz Comi
Erstellt: 08. Oktober 2023

WGL/PostSG richtet KILA-Lehrgang aus

Nachhaltigkeit ist ein viel diskutiertes Thema in der heutigen Zeit und bezieht sich auf drei wesentliche Bereiche: Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft. Das Ziel besteht idealerweise darin, diese Aspekte miteinander zu verknüpfen. Nehmen wir als Beispiel alte, abgenutzte Fahrradreifen. Anstatt sie einfach beim örtlichen Wertstoffhof zu entsorgen, kann man sie einer sozialen Verwendung zuführen, die nicht nur der Umwelt zugute kommt, sondern auch Geld spart. Nachhaltig eben. Ein praktisches Beispiel ist die Wiederverwendung von Altreifen im Bereich der Kinderleichtathletik. Alles, was dazu benötigt wird, sind ein wenig Kreativität und einige pfiffige Ideen.

Dieses Konzept stand im Mittelpunkt des regionalen KILA-Lehrgangs, der am Samstag in Schwäbisch Hall stattfand und von der WGL/PostSG ausgerichtet wurde. KILA, kurz für Kinderleichtathletik, ist ein dezentrales Schulungsprogramm des Leichtathletik-Verbandes Baden-Württemberg (WLV). Das Hauptziel dieses Programms ist es, Kinder unter 12 Jahren für die Leichtathletik zu begeistern und ihr Interesse daran zu wecken.

Etwa 20 Trainerinnen und Trainer für Kinderleichtathletik aus verschiedenen Teilen Baden-Württembergs, darunter auch die WGL Trainerin Sofia Reich, wurden mit verschiedenen nachhaltigen Trainingskonzepten für den jüngsten Nachwuchs vertraut gemacht. Diese umfassende Ganztagsschulung wurde unter der kompetenten Anleitung der WLV-Trainerin Brigitta Grimaldi in der Hagenbacher Halle 2 abgehalten.

Nachdem im vergangenen Jahr bereits erfolgreich ein Lehrgang zum Thema Horizontalsprünge ausgerichtet wurde, hat der WLV die WGL/PostSG erneut gebeten, die Organisation eines weiteren Lehrgangs zu übernehmen. Dieser Bitte kamen die WGL-Verantwortlichen gerne nach.

Da Leichtathletik ein praxisnaher Sport ist, beteiligten sich die Trainer aktiv an allen Koordinationsübungen und Spielen. Es gibt einfach keinen besseren Weg, etwas zu lernen, als es selbst zu erleben, und allen Aussagen zufolge, haben die Erwachsenen nicht nur Spaß gehabt, sondern auch wertvolle Erkenntnisse gewonnen. Als Multiplikatoren haben sie nun die Aufgabe, dieses Wissen in ihren Vereinstrainings an die jungen Sportler weiterzugeben, was nach diesem Kurs ein Kinderspiel sein sollte.

Fürs leibliche Wohl sorgten die WGL-Abteilungsleiterin Frauke Dowerk und Trainer Markus Pichlak, die alle Teilnehmer mit einem warmen Mittagessen (Chili con Carne/vegetarischen Maultaschen) überraschen konnten.

Es war erneut eine erfolgreiche und gut organisierte Veranstaltung, auch wenn es sicherlich geholfen hätte, mehr Helfer (Betonung auf 'mehr'!) zu haben. Wie bei jeder Unternehmung steckt der Teufel im Detail, und es gab viele Details zu klären, wie z.B. ausreichend alte Fahrradreifen aufzutreiben, genügend Suppenschüsseln zu finden (Frauke), Erfrischungsgetränke von unserem Sponsor zu besorgen (Nicole) und sie zum Veranstaltungsort und zurück zu schleppen (Sebastian).

Ein dickes Dankeschön geht an alle, die mitgeholfen haben, sei es beim Auf- und Abbau der Halle, beim Zubereiten und Ausgeben der Speisen, beim Besorgen der Getränke und natürlich bei allen notwendigen organisatorischen Arbeiten.

Bilder!

27. Herbstlauf in Niederstetten am 24.09.2023

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Geschrieben von Heinz Comi
Erstellt: 26. September 2023

Luca is back!

Kleine Probleme auf dem letzten km!

Was wäre das Leben ohne Drama? Das war sicherlich eine Frage, die sich ein erfolgreicher junger Läufer des WGL/PostSG-Teams am Wochenende gestellt hat. Die Läuferequipe der WGL/PostSG zeigte sich am Samstag nicht nur beim B+S-Lauf in Ilshofen, sondern auch bei der 27. Auflage des Niederstettener Herbstlaufs im hohen Norden von Hohenlohe in ausgezeichneter Verfassung. Beim 10-km-Lauf in Niederstetten kehrte unser U18-Star Luca Neumeister von einer Gelenkkapselentzündung zurück, die ihn mehrere Wochen außer Gefecht gesetzt hatte.

Am Ende der ersten von drei Runden auf einem anspruchsvollen Rundkurs in und um Niederstetten führte Luca bereits und hatte nur noch einen Konkurrenten, Tobias Feyrer, an seiner Seite. Auf dem letzten Kilometer lag er etwa 10 Sekunden vorne und schien auf einen komfortablen Sieg zuzusteuern, als ihn plötzlich ein Krampfanfall - möglicherweise die Folge einer langen Busfahrt am Vortag - kurz vor der Ziellinie jäh ausbremste. Glücklicherweise konnte Luca gerade noch so weiterlaufen und überquerte die Ziellinie denkbar knapp vor seinem schnell heranstürmenden Konkurrenten.  Er gewann so das Rennen mit einer Sekunde Vorsprung in einer dennoch guten Zeit von 33:52 Minuten.

Lucas jüngerer Bruder Mika, 7 Jahre alt, scheint in die gleichen Fußstapfen wie sein älterer Bruder zu treten. Beim 1 km-Rennen der Bambinis erzielte er eine gute Platzierung und wird mit Sicherheit in den kommenden Jahren auf sich aufmerksam machen.

 

Bilder!!       -    Zur Ergebnisliste!

Stadtlauf in Ilshofen am 23.09.2023

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Geschrieben von Heinz Comi
Erstellt: 24. September 2023

Paul siegt mit Streckenrekord!

 

Der B+S Stadtlauf im nahegelegenen Ilshofen ist für die Läufer der WGL seit der Premiere 1993 schon sehr oft ein erfolgreiches Event gewesen. Nachdem der junge WGL/PostSG-Läufer Paul Mittnacht (männliche Jugend U20) aufgrund einer starken Erkältung auf die deutsche Meisterschaften über 10 km verzichten musste, entschied er sich kurzfristig, das sonnige Herbstwetter am Samstag in Ilshofen für einen Formtest zu nutzen. Paul zeigte sogar eine deutliche Steigerung im Vergleich zu seinen bisherigen Zeiten über 5 km, indem er mit einem Vorsprung von über 2 Minuten in der Streckenrekordzeit von 15:48 Minuten siegte. Auch seine jüngere Schwester Lene Mittnacht (weibliche Jugend U18) nutzte die Startgelegenheit und erreichte bei den Frauen über 5 km den zweiten Platz in einer Zeit von 22:03 Minuten.Der dritte WGLer am Start in Ilshofen, Markus Schöller (M50), profitierte von dem Training für den EBM-Halbmarathon und wurde Zehnter in 22:51 Minuten.

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Sparkassenmeeting in Künzelsau am 17.09.2023

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Geschrieben von Heinz Comi
Erstellt: 21. September 2023

Sieg zum Saisonabschluss

 

Die erfolgreiche Hochspringerin Alina Etzel von der WGL/PostSG Schwäbisch Hall wollte beim Sparkassenmeeting in Künzelsau die Gelegenheit nutzen zum Saisonabschluss auch einmal in anderen Disziplinen neue Reize zu setzen. Bei einem Drei-Kampf mit Kugelstoßen (4Kg), 100m und Weitsprung hatte sie sichtlich Spaß einen Wettkampf ohne Leistungsdruck zu bestreiten. Mit ihrer ersten Disziplin, dem Kugelstoßen, war sie mit den erzielten 7,20m ziemlich zufrieden. Beim direkt anschließenden 100m-Lauf hatte sie mit einem Gegenwind von -1,6m/sec zu kämpfen, kam auf eine Zeit von 13,53sec, wobei sie sich nach eigener Aussage „eine bessere Zeit erhofft hatte, doch mit so einem starken Gegenwind doch einigermaßen zufrieden war“. Bei der letzten Disziplin, dem Weitsprung war der Gegenwind mit -2,1m/sec sogar noch schlechter, was sie aber nicht davon abhalten konnte gleich im 1. Versuch eine neue Bestleistung von 5,33m aufzustellen. Darüber freute sie sich sehr und dachte schon gleich an die nächste Saison: „Das macht Motivation, dass es in der nächsten Saison noch weiter gehen kann. Jetzt heißt es aber erst einmal noch zwei Wochen aktive Erholung, bevor es im Oktober mit dem Aufbautraining weiter geht.“ Durch den guten Weitsprung konnte Alina Etzel den 3-Kampf in Künzelsau mit 1.451 Punkten gewinnen.

Zu den Ergebnissen!

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1. Haller Biermeile am 15.09.2023

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Geschrieben von Heinz Comi
Erstellt: 17. September 2023

Fun pur bei der 1. Haller Biermeile

- Wer laufen kann muss auch trinken können! - WGLer können es bestens!

Zu den Beweisfotos hier!

 

Die Ergebnisse:  ( Abweichungen um einige Promille sind im Rahmen des Möglichen!)

DER Trainer AW 8:48min, Der andere Trainer Markus P. 9:05min, Lene 11:17. Kati kurz hinter Lene. Das waren die ersten drei. Alle kamen ins Ziel.

 

Ebm Marathon am 10.09.2023

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Geschrieben von Heinz Comi
Erstellt: 12. September 2023

 Franziska Gräter glänzt als Siegerin

 

 

Sechs Mitglieder der Post SG/WGL haben am Sonntag am ebmpapst-Marathon und den begleitenden Läufen teilgenommen. Auch bei seiner 26. Auflage zieht der Event mit seiner attraktiven Mischung aus Volksfestattraktionen und läuferfreundlichen Strecken vor der malerischen Kulisse der Weinberge des Kochertals immer wieder große Teilnehmerfelder aus nah und fern an. Am Sonntag herrschte, fast wie im Abonnement bei dieser Veranstaltung, traumhaftes Wetter, auch wenn es für die längeren Strecken ein wenig zu schweißtreibend war.

In ihrem letzten Jahr in der Altersklasse W70 kam unsere Dauerbrennerin Christa Friedrich, die während des Marathonbooms in den 1980er Jahren mit dem Laufen begonnen hat, mit den Bedingungen gut zurecht und belegte über 10 Kilometer in 1:12:08 Stunden den 2. Platz.

Am anderen Ende des Altersspektrums stellte Kiana Volz (Jahrgang 2014) ihr Langstreckentalent unter Beweis, indem sie beim Mini-Halbmarathon (2,1 km) mit einer Zeit von 9:41 min. den dritten Platz belegte.

Markus Schöller (M50) meisterte die schweren Bedigungen hervorragend und erreichte das Ziel in 1:52:50 min., was ihm den 27. Platz in seiner Altersklasse einbrachte.

Beim Mini-Marathon der Jugendlichen über 4,2 km waren wir schließlich mit drei Teilnehmern vertreten, und auch hier zierten die blauen Trikots der WGL das Siegerpodest. Bei den männlichen Jugend zeigte Jakob Stecher (Jg. 2011) eine beeindruckende Leistung und belegte in 16:59 min. den 3. Platz. Sein Teamkollege Max Linus Koppenhöfer (ebenfalls Jg. 2011) konnte sich weiter steigern und absolvierte die Strecke in 20:23 min. und sicherte sich damit Platz 9. Für das Highlight sorgte schließlich Franziska Gräter (Jg. 2010), die mit einer schnellen Zeit von 17:37 min das Rennen der weiblichen Jugend mit deutlichem Vorsprung gewann.

Weitere Bilder

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Hochzeit von Manuel u. Samantha Braun geb. Lauter am 12.08.2023

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Geschrieben von Heinz Comi
Erstellt: 25. August 2023

WGL steht Spalier

 

(hc) Wenn sich zwei junge Sportler das JA-Wort geben, ist es nicht sehr überraschend, wenn das Brautpaar nach der Trauung von spalierstehenden Vereinskameraden überrascht wird. So ließen es sich die Sportler der WGL Schwäbisch Hall und des VfL Mainhardt nicht nehmen, trotz Ferienzeit bei der kirchlichen Trauung von Samantha Lauter und Manuel Braun vor der St. Michaelskirche Spalier zu stehen. Manuel ist Mitglied der Fußballabteilung beim VfL Mainhardt und Samantha war bei der WGL Schwäbisch Hall eine der erfolgreichsten Stabhochspringerinnen der 10er-Jahre. Als mehrfache Medaillengewinnerin bei den Baden-Württembergischen und sogar bei den Süddeutschen Meisterschaften gehörte sie immer zu den besten deutschen Athletinnen ihres Jahrgangs. Deshalb wurde sie auch beim Ball des Sports zur Sportlerin des Jahres gekürt, nachdem die Leser der drei Haller Kreiszeitungen sie mit großem Vorsprung gewählt hatten.

 

 

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DM U16 in Stuttgart am 29.07.2023

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Geschrieben von Heinz Comi
Erstellt: 30. Juli 2023

  DM - Premiere für Anouk

Die Farben der WGL Schwäbisch Hall wurden von Anouk Schöller bei den Deutschen U-16 Meisterschaften vertreten, die am Samstag im Stadion Festwiese gegenüber der MPH Arena in Stuttgart stattfanden. Anouk, eine von sieben U-16 Athleten in Deutschland, lief die 1500 Meter Hindernis nachdem sie in Juni in Ingolstadt die Qualifikationsnorm erfüllt hatte. Bei diesem Event erlebte Anouk eine Premiere: ihre ersten nationalen Meisterschaften. Ihr Wettkampf, der unter den frühen Finals um 13:00 Uhr angesetzt war, fand unter sonnigen aber dämpigen Bedingungen statt, kurz nachdem ein Regenschauer über das Stadion hinweggezogen war. Das Rennen begann schnell, und Anouk fand sich mit dem Feld mitgezogen, bei einem für sie zu schnellen Tempo, dem sie im weiteren Rennverlauf etwas Tribut zollen sollte. Dennoch zeigte sie wie gewohnt eine kämpferische Leistung und beendete das Rennen auf dem sechsten Platz, knapp hinter dem Fünftplatzierten, nachdem sie geschickt alle Hindernisse und den Wassergraben gemeistert hatte. Ihre Endzeit von 5:30,06 Sekunden lag nur wenige Sekunden außerhalb ihrer persönlichen Bestzeit, die sie zweifellos unter günstigeren Bedingungen und mit einem vorsichtigeren Start unterboten hätte. Die wertvolle Erfahrung wird sie aber mitnehmen, wenn sie im nächsten Jahr in die U-18 wechselt... (Bericht Alex)

 

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Bönnigheim am 26.07.2023

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Geschrieben von Heinz Comi
Erstellt: 27. Juli 2023

Paul lässt alle hinter sich!

Beim Bönnigheimer Abendsportfest am Mittwochabend starteten gleich zwei junge WGL-Läufer aktiv in die Sommerferien: Paul Mittnacht (männl. Jug. U20) und seine jüngere Vereinskameradin Lene Neumann (weibl. Jug. W14). Beide absolvierten den 3000-Meter-Lauf. Aufgrund der großen Teilnehmerzahl von insgesamt 33 Läufern musste das Feld in zwei Zeitläufe aufgeteilt werden. Beide Zeitläufe waren gemischt mit Frauen und Männern aller Altersklassen besetzt, darunter auch die 45-fache deutsche Meisterin Sabrina Mockenhaupt, die zusammen mit Paul im ersten Lauf an den Start ging. Paul benutzte für seine Spikes Dornen, die er vom deutschen 800-Meter-Meister von 2022, Tim Holzapfel aus Flein, ausgeliehen hatte, was sich letztlich als gutes Omen erwies. Nach einem gleichmäßigen Anfangstempo setzte sich Paul in der vierten Runde an die Spitze des Feldes und erarbeitete sich auf dem letzten Kilometer einen entscheidenden Vorsprung. Am Ende gewann er mit zwei Sekunden vor Till Federolf von der TSG Heilbronn in einer persönlichen Bestzeit von 8:59,18 Minuten. Lene, die als jüngste Läuferin auf der Starterliste ihr 3000-Meter-Debüt gab, war verständlicherweise etwas unsicher bezüglich ihres Anfangstempos. Schließlich übernahm sie sogar nach drei Runden selbst die Führung und passierte die 2000-Meter-Marke als Erste einer Dreier-Spitzengruppe in 7:41 Minuten. Sie wartete jedoch bis zur letzten Runde, um mit einem blitzschnellen Endspurt in beachtlichen 11:11,99 Minuten souverän den Zeitlauf zu gewinnen und dabei nur erahnen zu lassen, welch großes Potenzial sie auf dieser Distanz besitzt. (Bericht Alex)

 

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DM Jugend in Rostock am 21.-23. Juli 2023

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Geschrieben von Heinz Comi
Erstellt: 22. Juli 2023

Edelmetall für Tamineh

Paul mit Bestzeit auf Platz 8

Bestzeit auch für Luca - Bronzemedaille für Tamineh

Nach erfolgreicher Erfüllung der strengen DM-Qualifikationsnormen machten sich am vergangenen Wochenende fünf junge Athleten der WGL samt Familienangehörige und Betreuer auf den langen Weg ins mecklenburgische Rostock. Dort kämpften sie bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften, der nationale Saisonhöhepunkt für U18- und U20-Athleten, gegen fast 1400 Athleten aus 400 Vereinen um die begehrten nationalen Titel. Selbstverständlich zieht eine Veranstaltung dieser Größenordnung fast zwanlsläufig eine Vielzahl von Zuschauern an, einschließlich Medienberichterstattung und einem Livestream im Internet. Nicht zu vergessen das Interesse von US-amerikanischen Colleges, die die besten jungen Talente aus Deutschland für sich gewinnen wollen. Drei Tage lang tobte im Rostocker Leichtathletikstadion der Bär bei wechselhaften Wetter mit Wind, Wolken, Regen und gelegentlich auch Sonnenschein. Das traf auch auf Helen Müller (U18-Stabhochsprung) am Freitagabend zu, als ein Regensturm den Start ihres Wettkampfes verzögerte. Nach langer Wartezeit nahm sie aber ihre Anfangshöhe von 3,20 Metern im ersten Versuch sicher, scheiterte aber bei allen drei Versuchen an der nächsten Höhe von 3,35 Metern und belegte den 13. Rang in der Endabrechnung. Eine Platzierung unter den ersten Acht wäre für Helen sicherlich möglich gewesen, aber sie hatte sich im Vorfeld entschieden, mit einem neuen, härteren Stab zu springen. Dieser sollte es ihr ermöglichen, über ihre persönliche Bestleistung von 3,40 Metern hinauszukommen. Mit einem unbekannten Gerät zu springen, ist natürlich ein Risiko, aber Stabhochspringer sind nicht ohne Grund die Seiltänzer der Leichtathletik. Während Helen auf ihren Einsatz wartete, ging ihr Vereinskamerad Paul Mittnacht über 2000 Meter Hindernis der Altersklasse U20 an den Start. Es war sein erstes Rennen über diese Distanz seit dem Gewinn der Baden-Württembergischen Meisterschaft in Pliezhausen im Mai. Da neun der zehn Läufer, die bundesweit die 6:15,2 Minuten Qualifikationszeit unterboten hatten, anwesend waren, musste Paul lediglich einen seiner Kontrahenten hinter sich lassen, um unter die besten Acht zu kommen und bei der Siegerehrung dabei zu sein. Dies gelang ihm auch trotz Schnupfen, eines Strauchlers an einem Hindernisbalken in der zweiten Runde und eines Beinahe-Sturzes beim vorletzten Wassergraben. Als 8. Platzierte unterbot er seine persönliche Bestzeit deutlich mit einer baden-württembergischen Jahresbestleistung von 6:09,58 Minuten. Wie seine vier Vereinskameraden, die in Rostock am Start waren, wäre auch Paul im nächsten Jahr altersmäßig für die Deutsche Jugend-Meisterschaften startberechtigt. Am zweiten Tag der Meisterschaften traten die verbliebenen drei Mitglieder des WGL-Teams an: Tamineh Steinmeyer (U20-Stabhochsprung), Evelyn Sturm (U20-Hochsprung und 100 Meter) und Luca Neumeister (U18-3000 Meter). Tamineh hat sich in diesem Jahr trotz Abiturstress und damit verbundener Reduzierung des Trainings bis knapp an die magischen 4,00 Meter herangetastet, doch eine Fußverletzung, die sie sich bei dem Versuch zugezogen hatte, auf einen längeren Anlauf umzusteigen, setzte sie im Vorfeld von Rostock außer Gefecht. Glücklicherweise heilte ihr Fuß rechtzeitig aus, und als sie wieder auf einen 11-Schritte-Anlauf umstellte, zeigte sie eine souveräne Leistung. Sie stieg bei 3,45 Metern in den Wettkampf ein und meisterte alle Höhen bis einschließlich 3,80 Metern im ersten Versuch und gewann verdient die Bronzemedaille. Die zahlreichen Zuschauer in der stimmungsvollen Westkurve des Stadions begleiteten die Sprünge der Springerinnen mit enthusiastischen Anfeuerungen und rhythmischem Klatschen. Erst bei 3,90 Meter war für den Schützling von Jochen Eberhart Endstation. Nur ihre Rivalinnen Chiara Sistermann (4,05 Meter) und Lilly Samanski (4,00 Meter) lagen vor ihr. Als Nächstes war Evelyn Sturm an der Reihe, ihre unter Betreuung von Markus Pichlak verbesserten Sprung- und Sprintfähigkeiten zu zeigen. Nachdem sie die DM-Qualifikationsleistungen fast in letzter Minute erreicht hatte, ließ es sich Evelyn nicht nehmen, sowohl im Hochsprung als auch im fast gleichzeitig stattfindenden 100-Meter-Sprint anzutreten. Es wäre vielleicht zu viel erwartet, dass sie in beiden Disziplinen ihr Bestes geben würde, zumal sie erst in der Nacht zuvor nach einer 9-stündigen Reise in Rostock ankam. Dennoch zeigte sie wie gewohnt eine kämpferische Leistung, auch wenn sie nicht ihr ganzes Potenzial abrufen konnte. Ihre Anfangshöhe von 1,60 Metern im Hochsprung meisterte sie bei nassen und windigen Bedingungen sicher im ersten Versuch, bevor sie bei 1,64 Metern ausschied. Im 100-Meter-Lauf blieb sie jedoch weit unter ihren Möglichkeiten und schied im Vorlauf in 12,57 Sekunden aus. Immerhin reichte ihre Leistung im Hochsprung aus, um sich den 8. Platz und die Teilnahme an der Siegerehrung zu sichern. Als eine von nur zwölf U20-Frauen in Deutschland hatte sie in diesem Jahr die Qualifikationshöhe von 1,71 Metern erreicht. Nach einer zweistündigen Unterbrechung aufgrund eines Freundschaftsspiels zwischen Hansa Rostock und dem FC Sevilla im Stadion nebenan war Luca Neumeister an der Reihe, die WGL im 3000-Meter-Lauf der unter 18-Jährigen gegen ein großes Feld von 21 Startern zu vertreten. Etwas unerwartet entpuppte sich das Rennen als langsame und ruppige Angelegenheit mit einem Sturz, einem verlorenen Schuh und viel Gedränge und Geschiebe. Eine große Traube von Läufern, angeführt von den Favoriten, passierte 1000 Meter in 3:04 Minuten und 2000 Meter in 6:07 Minuten. Luca verbrachte den größten Teil des Rennens bis dahin im hinteren Teil des Feldes, nachdem er beim Versuch, nach vorne zu kommen, einen heftigen Schlag gegen das Schienbein und einen Ellbogenstoß abbekam. Als das Rennen zwei Runden vor dem Ziel an Fahrt gewann, war er zu sehr eingekesselt und zu schlecht platziert, um sich nach vorne ausrichten zu können. Doch mit einer 63-Sekunden Schlussrunde kämpfte er sich durch das Feld bis auf Platz 9 vor und ließ eine Reihe von Läufern mit schnelleren Qualifikationszeiten hinter sich, sehr zur Freude seines Trainers und des Landestrainers Jens Boyde. Seine Endzeit von 8:57,97 Minuten bedeutete persönliche Bestleistung und die schnellste Zeit eines U18-Athleten in Baden-Württemberg in diesem Jahr. Angesichts des taktischen Rennverlaufs wäre Luca jedoch sicher zu einer noch schnelleren Zeit fähig gewesen.  (Bericht Alex)

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