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Frankenmeisterschaft in NSU am 6.7.2025
- Geschrieben von Heinz Comi
Siebenmal auf dem Podest
Die WGL Schwäbisch Hall freut sich über zwei Comebacks
(aw) Das Team der WGL Schwäbisch Hall/PostSG hat bei den Frankenmeisterschaften in Neckarsulm eine starke Teamleistung gezeigt: Alle sieben Athletinnen und Athleten erreichten Podestplätze – drei erste, ein zweiter und drei dritte Plätze.
Das jüngste Teammitglied, Jakob Stecher, belegte in der Altersklasse M14 mit einer persönlichen Bestzeit von 2:25,34 Minuten über 800 Meter den dritten Platz, nachdem er zuvor im Weitsprung Fünfter geworden war.
Mit gerade einmal 23 Jahren bewies Teamstütze Alina Etzel erneut ihre Klasse im Hochsprung der Frauen. Mit übersprungenen 1,68 Metern sicherte sie sich den ersten Platz und fügte ihrer Sammlung einen weiteren Frankenmeistertitel hinzu.
Nach einer vierjährigen Wettkampfpause kehrte Oskar von Hamm im Speerwurf der U18 auf die Wettkampfanlage zurück. Mit dem 700-Gramm-Speer erzielte er 28,89 Meter und sicherte sich damit den dritten Platz. Ein solides Comeback, auf dem sich aufbauen lässt.
Bei der Rückkehr auf Rang 3
Ein weiteres Comeback gelang auch Julia Dikic, die nach drei Jahren Pause ihr erstes Bahnrennen bestritt. Trotz gesundheitlicher Hürden, die lange Zeit an Leistungssport nicht denken ließen, meldete sich die ehemalige mehrfachen Baden-Württemberg-Meisterin eindrucksvoll zurück. In 2:37,89 Minuten lief über 800 Meter in der Altersklasse U18 auf einen starken dritten Platz.
Im 800-Meter-Lauf der U20 verpasste Luca Neumeister zwar knapp die Zwei-Minuten-Marke aufgrund eines zu verhaltenen Beginns, sicherte sich aberden Sieg in guten 2:01,81 Minuten.
Die Mittelstreckenspezialistinnen Lene Neumann und Anouk Schöller nutzten dagegen die Bezirksmeisterschaften, um ihre Grundschnelligkeit über die kürzere 400-Meter-Distanz zu testen – und das Ergebnis lässt sich sehen: Lene Neumann gewann die U18 in persönlicher Bestzeit von 1:01,35 Minuten, Anouk Schöller folgte direkt dahinter mit ihrer eigenen Bestzeit von 1:02,40 Minuten. Bereits zwei Tage zuvor hatte Anouk Schöller in Essingen ihre ansteigende Form unter Beweis gestellt, als sie die 800 Meter der U18 in einer Saisonbestleistung von 2:26,97 Minuten gewann
Stabhochsprung in Essingen am 05.07.2025
- Geschrieben von Heinz Comi
Nicole Piott überrascht
3,70m aus der Wundertüte gezaubert!
Bericht von Jochen Eberhart :
In Essingen bei Aalen fand am Samstag ein Stabhochspringen statt, bei dem Nicole Piott sich in überragender Form präsentierte. Zwar musste sie fast zwei Stunden warten, bis sie sich einspringen konnte. Der Veranstalter hatte den Beginn auf 13 Uhr festgelegt mit einer Anfangshöhe von 1,70 Meter und angekündigt, dass bei 3 Meter eine Neutralisation gemacht wird. Eine Neutralisation bedeutet, dass alle Springer sich ganz am Anfang aufwärmen und einspringen, bei der vorher festgelegten Neutralisationshöhe (diesmal 3 Meter), der Wettkampf unterbrochen wird, um den Teilnehmern, die noch nicht begonnen haben, Gelegenheit zu geben, noch ein paar Sprünge über die Neutralisationshöhe zu machen. Als Nicole Piott rechtzeitig vor 13 Uhr zum Einspringen an die Anlage kam, wurde ihr mitgeteilt, dass es jetzt zwei Wettkämpfe geben wird, einen, der bei 1,70 Meter beginnt und einen, der bei 3 Meter beginnt. Immerhin war der erste Wettkampf nach 1,5 Stunden beendet und Nicole Piott machte ihre ersten Sprünge. Sie hatte ihre Anlauflänge im Training und am vergangenen Wochenende beim Wettkampf in Stuttgart festgelegt. Mit diesem Anlauf kam sie in Essingen überhaupt nicht zurecht. Ich erkannte, dass sie um fast einen halben Meter zu weit vorne absprang
. Bis die geeignete Anlauflänge gefunden war, brauchte sie schon drei Anläufe. Ohne Trainer, der beobachtet, wo sie ihr Sprungbein aufsetzt, wäre das fast nicht möglich gewesen.
Als Anfangshöhe hatte Nicole Piott 3,40 Meter gewählt und war überrascht, als sie plötzlich aufgerufen wurde. Von den Teilnehmern, die bei 3 Meter begonnen hatten, wollte niemand 3,30 Meter springen. Deshalb wurde von 3,20 Meter gleich auf 3,40 Meter gesteigert. Trotzdem überquerte Nicole Piott diese Höhe sicher im ersten Versuch. Für 3,50 Meter brauchte sie zwei Versuche, weil ihr Anlauf immer schneller wurde und der Stab sich als zu weich erwies. Nach einer Korrektur des Lattenabstands übersprang sie diese Höhe dennoch. Für die nun anstehenden 3,60 Meter empfahl ich ihr einen längeren Stab, mit dem sie noch nie gesprungen war. Das wäre beinahe schief gegangen, weil der Lattenabstand noch nicht passte. Ein Näherholen der Latte löste das Problem schließlich und im dritten Versuch fiel die Latte nicht herunter. Mit einer fast perfekten Technik gelangen Nicole Piott sensationelle 3,70 Meter. Für die folgenden 3,80 Meter war sie aufgrund der vielen Anläufe im Verlauf des Wettkampfs zu müde.
DM - Berglauf in Oberstdorf am 29.06.2025
- Geschrieben von Heinz Comi
Paul-auf-dem-Gipfel
(aw) Am Sonntagmorgen um 8 Uhr herrschte reger Andrang an der Talstation der Nebelhornbahn in Oberstdorf. Besucher aus aller Welt wollten bei strahlend blauem Himmel den legendären Gipfel des Nebelhorns auf 2235 Metern Höhe erleben. Wanderer nahmen den Aufstieg zwischen drei (für Ambitionierte) und fünf Stunden in Angriff, während viele Gäste mit der Seilbahn bis zur Bergstation Höfatsblick (1932 Meter) fuhren und von dort die letzten 300 Höhenmeter zu Fuß bewältigten.
An diesem Tag fand jedoch ein ganz besonderes Spektakel statt: Über 600 Läufer traten beim als „Deutschlands härtester Berglauf“ bekannten Rennen an, das zugleich die Deutschen Berglaufmeisterschaften ausrichtete. Mit 9,7 Kilometern Länge und 1420 Höhenmetern bei durchschnittlich 15% Steigung war es eine wahre Tortur. Favorit Lukas Ehrle aus dem Schwarzwald wollte den Streckenrekord von 1:02:02 knacken. Bei Temperaturen um 32 Grad war es ein echter Härtetest.
Unter den Startern war auch der 19-jährige Paul Mittnacht aus Schwäbisch Hall (WGL Schwäbisch Hall/PostSG), der bei seinem Debüt in einem echten Vertical Race von Beginn an Respekt vor der Herausforderung zeigte. Trotz intensiver Trainingsläufe, darunter mehrfache Aufstiege des steilen „Bides“ bei Untersteinbach mit bis zu 22% Steigung, konnte ihn nichts wirklich auf die gnadenlosen Rampen des Nebelhorns vorbereiten.
Paul lief kontrolliert bis zur Seealpe (1280 m), spürte dann aber im brutalen Abschnitt bis zum Höfatsblick (mit bis zu 37 % Steigung) seine Waden, die unter der Dauerbelastung immer wieder zumachten, hielt aber mit einer konstanten Herzfrequenz von etwa 190 durch. Eine zusätzliche Herausforderung: Die Läufer mussten mitten durch eine Kuhherde, die den Weg blockierte. Auf dem letzten steinigen Abschnitt mit 30 % Steigung biss er sich durch, lief an Gleitschirmfliegern vorbei und erreichte erschöpft das Ziel: Platz 43 in 1:12:48, Rang vier in der U23-Klasse – knapp an den Medaillenrängen vorbei. Mit zwei weiteren Jahren in dieser Altersklasse wird Paul wertvolle Erfahrungen sammeln und im kommenden Jahr sicher noch stärker sein. An der Spitze pulverisierte Lukas Ehrle den Streckenrekord in einer phänomenalen Zeit von 59:31 – fast drei Minuten vor dem Zweitplatzierten. Beim Anblick des himmelragenden Gipfels ist es kaum vorstellbar, wie man dort so schnell hinauflaufen kann.
Regio Stuttgart 28.06.2025
- Geschrieben von Heinz Comi
Freude bei Aline Faller und Luca Neumeister
Gleich zwei WGL-Athleten stellen neue persönliche Bestleistungen auf
(aw) Am vergangenen Wochenende waren mehrere Athletinnen der WGL/PostSG bei unterschiedlichen Wettkämpfen im süddeutschen Raum am Start.BW - Jugend in Langensteinbach am 21./22.06.2025
- Geschrieben von Heinz Comi
Lene schafft auch die 1500m-Quali !
Und gewinnt SILBER!
Bei den diesjährigen BW Jugend Finals in Karlsbad-Langensteinbach war die WGL/PostSG Schwäbisch Hall mit drei Athletinnen vertreten: U20-Stabhochspringerin Aline Faller sowie die U18-Mittelstreckenläuferinnen Anouk Schöller und Lene Neumann.
Am Samstag ging Anouk Schöller bei heißen und windigen Bedingungen über die 800 Meter an den Start. Sie belegte in ihrem Zeitlauf den 4. Platz und wurde insgesamt Zwölfte mit einer Zeit von 2:32,74 Minuten. Nach einer schwierigen Phase gesundheitlicher Rückschläge und Formschwankungen war dieser Auftritt ein ermutigender Schritt nach vorn. Mit weiteren Wettkämpfen in den kommenden Wochen dürfte bei ihr mit deutlichen Leistungssteigerungen zu rechnen sein.
Weiteres Potential sieht auch Stabhochsprungtrainer Jochen Eberhart bei seinem Schützling Aline Faller, und dies, obwohl sie in Langensteinbach mit 3,20m eine neue persönliche Bestmarke aufstellen konnte und damit Vierte wurde. Da sie alle Höhen im ersten Versuch überqueren konnte, fehlten ihr in der Endabrechnung nur 10cm zur Bronzemedaille.
Am Sonntag folgte der Einsatz von Lene Neumann über 1500 Meter – bei weiterhin hohen Temperaturen, aber deutlich weniger Wind. Auf Platz 5 der Meldeliste geführt, präsentierte sich Neumann in starker Verfassung. Durch die Sommerpause im Fußball – sie spielt als Verteidigerin in der U17 des VfB Stuttgart in der DFB-Nachwuchsliga – konnte sie sich zuletzt - und zur Freude ihres Trainers Alexander Wilson - intensiver auf das Lauftraining konzentrieren.
Wie erwartet setzte sich Favoritin Lene Hirt direkt nach dem Start deutlich vom Feld ab. Neumann entschied sich für ein taktisches Rennen und hielt sich zunächst im Hauptfeld zurück. 200 Meter vor dem Ziel zündete sie dann ihren Turbo und sicherte sich im Schlussspurt damit die Silbermedaille – in einer neuen persönlichen Bestzeit und einem neuen WGL-Vereinsrekord von 4:54,01 Minuten.
Mit diesem Ergebnis hat sich Lene nun bereits in der dritten Disziplin, nach 800m und 2000mHindernis, für die Deutschen Jugendmeisterschaften qualifiziert. Es wird keine leichte Entscheidung für Trainer und Athletin. Das Ziel wird wohl sein, bei den Titelkämpfen in Bochum im nächsten Monat die bestmögliche Platzierung zu erreichen.
Weitere Bilder ! - Zur Ergebnisliste!
MTV Meet-IN 2025 am 06.06.2025
- Geschrieben von Heinz Comi
Lene schafft auch die 2000m Hindernis-Quali
Nach ihrer in Pliezhausen zugezogenen Muskelverletzung kommt die 16-jährige Lene Neumann (WGL/PostSG) immer besser in Fahrt und versuchte sich deshalb erneut auf der 2000 Meter Hindernis-Distanz – diesmal außer Konkurrenz bei den Bayerischen U18-Meisterschaften in Ingolstadt. Ihr Ziel: die Qualifikationszeit von 7:40 Minuten für die Deutschen U18-Meisterschaften im Juli in Bochum zu unterbieten.
Das Wetter am Freitagabend sorgte für zusätzliche Spannung. Die Veranstalter warnten im Vorfeld, dass das Rennen bei einem aufziehenden Gewitter sofort abgebrochen werde. Letztlich konnte der Lauf jedoch bei leichtem Regen stattfinden. Neumann ging das Rennen mutig an und behauptete sich zunächst gut gegen ein starkes Teilnehmerfeld. In der zweiten Rennhälfte spürte sie jedoch die Nachwirkungen einer Erkältung, die sie die ganze Woche über begleitet hatte. Trotz schwerer Beine kämpfte sie sich ins Ziel und belegte mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 7:29,72 Minuten den vierten Platz. Damit hat sich Lene Neumann nach dem 1500-Meter-Lauf nun auch über ihre zweite Strecke für die nationalen Titelkämpfe qualifiziert.
9. PUMA NITRO Lange Laufnacht - Karlsruhe am 31.05.2025
- Geschrieben von Heinz Comi
Lene Neumann schafft die DM - Norm!
Die 9. Auflage der Langen Laufnacht in Karlsruhe – das bedeutendste Bahnmeeting Süddeutschlands – lockte am Samstag erneut ein Rekordfeld an. Zahlreiche Spitzen- und Nachwuchsathleten aus ganz Europa nutzten die Gelegenheit, sich in einem internationalen Umfeld zu messen. Mit dabei: die beiden Nachwuchstalente des WGL/PostSG, Lene Neumann (U18) und Luca Neumeister (U20).
Das hochklassige Meeting, bekannt für seine strengen Meldekriterien, bietet Athletinnen und Athleten ab der U18 die Chance, sich auf internationalem Niveau zu beweisen. In den einzelnen Rennen sorgen eingesetzte Tempomacher dafür, dass das angestrebte Zieltempo optimal angelaufen werden kann.
Lene Neumann startete im dritten Zeitlauf über 800 Meter – nur zwei Wochen nach einer Muskelzerrung, die sie sich in Pliezhausen zugezogen hatte. Rund 300 Meter nach dem Start geriet sie heftig ins Straucheln, konnte sich jedoch gerade noch auf den Beinen halten. Bei 400 Metern lag sie mit flotten 1:06 Minuten etwas mutig im Soll, übernahm in der zweiten Runde kurzzeitig die Führung, musste auf der Zielgeraden jedoch dem hohen Anfangstempo Tribut zollen und wurde Siebte. Ihre Zeit von 2:18,05 Minuten sichert ihr dennoch die Quali für die Deutschen U18-Meisterschaften im Juli in Bochum-Wattenscheid! Bereits am kommenden Freitag hat Lene über 2000 Meter Hindernis die nächste Chance auf eine weitere DM-Norm in einer zweiten Disziplin. Lenes Rennen kann man im Livestream auf YouTube verfolgen (ab ca. Minute 55):
https://www.youtube.com/watch?v=wCJi3mV3sCk
Dagegen erwischte Luca Neumeister in seinem 1500-Meter-Lauf leider einen rabenschwarzen Tag. Leicht erkältet und noch nicht ganz bei voller Stärke, konnte er das angestrebte Tempo früh nicht mitgehen und beendete das Rennen in 4:15,74 Minuten – rund zehn Sekunden über seiner Zielzeit. Doch die Saison ist noch jung, und mit zunehmender Gesundheit und Form werden sich sicher weitere Chancen bieten.
37. Sportfest an Himmelfahrt in Bönnigheim am 29.05.2025
- Geschrieben von Heinz Comi
Alina Etzel kämpft um die DM-Teilnahme im Hochsprung
Trotz Sieg fehlt noch eine Höhe – Stabhochspringerinnen mit Problemen
(hc) Wieder einmal ruhten die Hoffnungen auf Erfüllung der hohen Qualifikationsnormen für Deutsche Meisterschaften für zumindest zwei WGL/PostSG-Athletinnen auf der tollen Atmosphäre beim 37. Bönnigheimer Sportfest, das traditionell immer am Himmelfahrtstag stattfindet.
Dabei hinterließ die Hochspringerin Alina Etzel den besten Eindruck und kam der geforderten Norm von 1,77m sehr nahe. Bei ihrem souveränen Auftritt hatte sie nur über 1,74m einen Fehlversuch und stand nach ihrem erfolgreichen 2. Sprung über diese Höhe bereits als Siegerin fest. Bei der nächsten Höhe von 1,77m hatte sie als einzige verbliebene Springerin zwar die ganze Aufmerksamkeit für sich, doch der entscheidende Sprung wollte an diesem Tag noch nicht gelingen. Bei der guten Frühform dürfte es aber nur eine Frage der Zeit sein, bis sie auch die 1,77m wieder überspringt.
Obwohl in Bönnigheim traditionell das Stabhochsprungspringen sehr im Mittelpunkt steht, mussten in diesem Jahr die WGL-Springerinnen ohne neue Bestleistungen nach Hause fahren. Die U20-Springerin Helen Müller (WGL/PostSG) war bis einen Tag vor dem Wettkampf krank und konnte die nötige Anlaufgeschwindigkeit nicht aufbauen und musste mit 3,20m zufrieden sein. Trainer Eberhart ist aber zuversichtlich, dass sie wie im vergangenen Jahr bis zum Meldeschluss die geforderten 3,60m noch überspringen wird. Aline Faller, ebenfalls eine U20-Springerin, konnte die im Training hervorragend entwickelte Technik wieder einmal im Wettkampf nicht abrufen und sprang erneut nur ihre seit langer Zeit bestehende Bestleistung von 3,10m. Dabei traut Trainer Eberhart ihr wesentlich mehr zu. Dies gilt besonders auch für das „Küken“ im Team, der 14jährigen Marlena Richter. Obwohl sie aus dem vergangenen Jahr mit einer Bestmarke von nur 2,40m zu Buche steht, ging Eberhart aufgrund der guten Trainingsergebnisse das Risiko ein, sie trotz einer Mindest-Anfangshöhe von 2,50m mit nach Bönnigheim zu nehmen. Ein Versuch war es wert, doch an diesem Tag war die Verunsicherung noch zu groß, so dass es zu dem berüchtigten „Salto-Nullo“ kam.
26. Nationales Sprungmeeting - Eppingen am 17.05.2025
- Geschrieben von Heinz Comi
Alina Etzel mit aufsteigender Form
Am vergangenen Samstag fand in Eppingen die 26. Auflage des renommierten Nationalen Sprungmeetings statt – ein Wettkampf, der für seine großartige Atmosphäre und die mitreißende Unterstützung durch Musik und Publikum bekannt ist. Mitten drin: Alina Etzel von der WGL/PostSG Schwäbisch Hall.
Nach einer verletzungsbedingten Wettkampfpause über den Winter – eine Knieverletzung hatte sie an der Hallensaison gehindert – meldete sich die 23jährige Hochspringerin der WGL/PostSG nun eindrucksvoll zurück. Nach zwei Aufbauwettkämpfen in Walldorf, die sie mit 1,68m bzw. 1,71m jeweils gewann, war ihr Ziel für Eppingen klar: wieder Stabilität bei Höhen um die 1,75 m finden und die persönliche Bestleistung sowie DM-Norm von 1,77m ins Visier zu nehmen.
In Eppingen überzeugte Alina mit einer starken Vorstellung: Bis 1,74 m nahm sie jede Höhe im ersten Versuch. Die 1,76 m blieben zwar noch außer Reichweite, doch ihr Auftritt zu diesem frühen Saisonzeitpunkt zeigt: Die Formkurve zeigt klar nach oben. In einem hochklassig besetzten Feld mit acht Springerinnen über 1,71 m belegte sie einen starken zweiten Platz in der Hauptklasse hinter Jara Ellinger (VfB Stuttgart), die 1,78 m meisterte.
„Ich bin zufrieden, wieder in diesen Höhen zu springen“, sagte Alina nach dem Wettkampf. „Jetzt heißt es, weiter an meinem Absprung und dem Steigverhalten zu arbeiten – nächste Woche geht’s schon weiter.“
Wir gratulieren Alina herzlich zu diesem gelungenen Wiedereinstieg und freuen uns auf die kommenden Wettkämpfe!

34. Internationales Läufermeeting in Pliezhausen am 18.05.2025
- Geschrieben von Heinz Comi
Pech für Lene – Glück für Paul
Verletzung kurz vor dem Ziel – Unerwartetes Silber bei BW-Meisterschaft
Die 34. Auflage des Internationalen Läufermeetings in Pliezhausen war erneut ein Highlight in der frühen Leichtathletiksaison. Als zweitgrößtes reines Laufmeeting in Baden-Württemberg – nach der bevorstehenden Langen Laufnacht in Karlsruhe – zieht es immer wieder Athletinnen und Athleten aus ganz Europa nach Pliezhausen, die auf „krummen Strecken“ (u.a. 80m, 150m, 300m) ihre Form zum Saisonauftakt testen wollen. Bei besten Wetterbedingungen wurde die Veranstaltung live im Stream übertragen, das Hauptprogramm wurde zudem live im SWR ausgestrahlt.
Die WGL/PostSG war mit vier talentierten Nachwuchsathleten vertreten, die ihre Frühform testen und in den Hindernisdisziplinen um Medaillen bei den Baden-Württembergischen Meisterschaften kämpfen wollten.
Den Auftakt machte Luca Neumeister (U20) über 3000 Meter. Nach starken Vorleistungen – 2:01,22 min über 800 m in Nellingen und einer neuen Bestzeit von 4:07,36 min über 1500 m in Pfungstadt – wollte Luca auch hier eine neue persönliche Bestzeit angreifen. Im zweiten Zeitlauf übernahm er früh das Tempo, bildete mit zwei weiteren Läufern die Spitzengruppe und passierte die 1000 Meter in exakt 3:00 min. Auf dem zweiten Kilometer ließ das Tempo jedoch etwas nach, bevor Luca mit einem guten Schlusskilometer knapp unter 2:57 min ins Ziel kam. Mit 9:01,40 min. belegte er Rang drei in seinem Lauf und wurde Vierter in der U20-Wertung – eine solide Leistung, aber mit Blick auf seine Entwicklung und das bevorstehende Sportstipendium in den USA ist noch Luft nach oben.
In den Hinderniswettbewerben gingen drei weitere junge Athleten der WGL/PostSG an den Start. Im internationalen B-Lauf der Männer über 2000 Meter Hindernis zeigte Paul Mittnacht ein starkes Rennen. Obwohl er in dieser Saison bislang nur wenige Wettkämpfe bestritten hatte, lief er ein kontrolliertes Rennen und verbesserte sich auf starke 6:08,04 min. Damit sicherte er sich bei den integrierten Baden-Württembergischen Meisterschaften überraschend den zweiten Platz in der Hauptklasse und konnte somit seine diesjährige Medaillensammlung nach seiner Goldmedaille über 10 km Straße in Calw um eine Silbermedaille erweitern. In zwei Wochen möchte Paul in Karlsruhe über 3000 m Hindernis die nächste Bestzeit angreifen.
Im B-Lauf über 2000 Meter Hindernis gingen Lene Neumann(Jg.09) und Anouk Schöller (Jg.08) an den Start. Lene, die im Vorjahr den W15-Titel gewinnen konnte, präsentierte sich erneut mit starker Hürdentechnik und setzte sich zunächst an die Spitze des internationalen Feldes. Nach einem ersten Kilometer in 3:34 min., lag Lene weiterhin aussichtsreich im Titelrennen. Doch bei 1300 Metern ging nichts mehr. Mit Verdacht auf eine Wadenzerrung musste sie das Rennen vorzeitig beenden. Die Goldmedaille ging somit an die Schweizerin Autina Colleti im Trikot des TuS Rüppurr mit einer Zeit von 7:21 min.
Teamkollegin Anouk brachte ihr Rennen unfall- und verletzungsfrei ins Ziel. Sie zeigte eine ordentliche Leistung und wurde Vierte der Baden-Württembergischen Meisterschaft in einer neuen persönlichen Bestzeit von 8:05,93 min. Beide Athletinnen haben am 20. Juni in Weinstadt eine weitere Chance, die U18-DM-Norm von 7:40 min. zu erreichen.

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