"Das härteste Rennen jemals"
(aw) WGL/PostSG-College-Athlet Luca Neumeister ist am frühen Freitagmorgen beim JSU Foothills Invitational in Oxford, Alabama, in seine zweite Saison an der University of Tennessee Southern gestartet. Mit seinem Team, den Firehawks, belegte er in einem der wohl stärksten Teilnehmerfelder der Saison den vierten Platz in der Gesamtwertung. Zugleich waren die Firehawks das bestplatzierte NAIA-Team des Wettbewerbs.
In einem Feld, das mit zahlreichen NCAA-Division-I- und Division-II-Programmen stark besetzt war, kam UT Southern auf 111 Punkte und musste sich damit lediglich Gastgeber Jacksonville State, Auburn und Samford geschlagen geben. Die Firehawks ließen die NCAA-Teams von Troy, West Georgia und West Florida hinter sich und waren gleichzeitig das bestplatzierte aller teilnehmenden NAIA-Programme. Trotz des frühen Starts um 8:30 Uhr waren die Bedingungen bereits brutal: Temperaturen um die 32 Grad und die für Alabama zu dieser Jahreszeit typische drückende Luftfeuchtigkeit machten das Rennen zu einer echten Herausforderung. Hinzu kam ein sehr früher Tagesbeginn für das Team, das vor dem Start eine rund dreieinhalbstündige Anreise nach Oxford hinter sich bringen musste.
Luca ging nach zuletzt starken Trainingsergebnissen in guter Form ins Rennen. Angesichts der hohen Temperaturen wählte er jedoch bewusst einen etwas vorsichtigeren Start und konnte sein Tempo dadurch über die gesamte Distanz konstant halten. Die 5-km-Strecke im Choccolocco Park absolvierte er in 16:25,8 Minuten und belegte damit den 40. Platz in der Gesamtwertung. Noch wichtiger für das Team: Als fünfter Firehawk im Ziel komplettierte er die fünf Läufer, deren Platzierungen in die Mannschaftswertung eingingen.
Insgesamt fielen die Zeiten langsamer aus als im Vorjahr, als deutlich günstigere Bedingungen geherrscht hatten. Wie anspruchsvoll das Rennen diesmal war, zeigte sich auch an der Spitze: In einem stark besetzten Feld, zu dem auch einige kenianische Stipendiaten gehörten, benötigte der Sieger 15:02,4 Minuten für die fünf Kilometer. Nach dem Rennen brachte Luca die Erfahrung kurz und bündig auf den Punkt: „das härteste Rennen jemals“. Die Firehawks haben ihren Kader in diesem Jahr deutlich verstärkt, was den Konkurrenzkampf um die sieben Plätze für die nationalen Meisterschaften später in der Saison zusätzlich verschärft. Die Entscheidung, wer es ins Team schafft, dürfte damit alles andere als einfach werden, zumal einer ihrer Topläufer derzeit verletzt ist.
Lucas nächstes Rennen steht am 18. September an. Dann wartet auf ihn erstmals die klassische NAIA-Crosslauf-Distanz über acht Kilometer.